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Tagebuch, sporadisch. Liebe
Leserinnen und Leser!Im November 2021 habe ich mit diesem Tagebuch begonnen
und werde von Zeit zu Zeit thematisch etwas einstellen. Im "Dialog"
öffnet sich die Möglichkeit des Gedankenaustausches, der Kommentare
... . Meine Kontaktdaten finden Sie hier
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19.03.2026
Zeit neuer Kriege
Erloschen ist die letzte Hemmung der große Krieg begann im Kleinen die halbe Welt jetzt in Beklemmung die Unsichtbaren sind am Weinen
und täglich sehen wir die Bilder und haben noch Glück auf unserer Insel Vergeltung, Hass werden immer wilder wer achtet schon auf das Gewinsel
ihr habt kein Herz und kein Gewissen und wäget euch in protziger Fülle doch hinter schmutzigen Kulissen wirkt eines Tages Gottes Wille
denn trotz dem Gift, das ihr verteilt wird Wahrheit, Liebe neu entstehen von zugefügtem Leid geheilt werden Kummer, Tränen so vergehen

25.02.2026
Anlässlich d. Christl. Fastenzeit habe ich mir vorgenommen, einmal komplett auf Süßigkeiten zu verzichten. Wenn man im Supermarkt nicht gerade nur Gemüse einkauft, ist dies gar nicht so einfach, industriezuckerfrei zu leben, da sich überall die Zuckerfallen verbergen. Es könnte natürlich auch jede andere Jahreszeit sein, die den Menschen motiviert, endlich von einer unangenehmen Gewohnheit bis hin zur Sucht, Abstand zu nehmen. Mir ist zuletzt das Gesundheitsrisiko bei Zucker noch einmal klarer geworden: Übergewicht, Diabetes II, Organschäden, Herz- Kreislauf u. a. Eigentlich alles bekannt bis hin zur nachgewiesenen Lebenszeitverkürzung, wenn es sich bereits um eine (oftmals nicht bewusste) Sucht handelt. Doch es gibt viele Möglichkeiten, eine Fastenzeit einzulegen. Zurzeit wird das „online-Fasten“, auch das Internet – und Smartphone- Abstinenz hervorgehoben. Sicher vollkommen zu Recht. Es ist doch mittlerweile unfassbar, wie viele Menschen täglich viel zu viele Stunden auf einen Bildschirm starren. Vor allem müssen die schon von diesen Medien abhängigen Kinder herausbegleitet werden und ihnen Erlebnisse im echten Leben nahegebracht werden; in der Natur, mit Tieren, mit Freunden mal eine Zeit ohne „online- Ablenkungen“, mit persönlichen Erfolgserlebnissen (z. B. sich nicht am Erfolg und der Selbstdarstellung von sogenannten Internet-stars zu messen) Eine Fastenzeit ist immer gut. Danach könnte Maß, Menge und Gleichgewicht leichter fallen, egal in welchem persönlichen Feld „gefastet“ wurde.
Der Lustverderber Die Zuckersucht wird unterschätzt das Thema ist ungern besetzt der Mensch will sich gerne belohnen Problem sind nur die Dimensionen ob Schokolade, Torten, Eis, Konfekt die süße Gier wird nicht versteckt enthemmt der Zugriff, die Auswahl groß die Werbung schießt so richtig los
Es fängt bei kleinen Kindern an unendlich schon der Zuckerkram ob Limo, Saft oder Osterei der Zucker schon im Kinderbrei Belohnungsschema früh aktiviert Das Hirn dabei manipuliert viel später ist man dann erkrankt der Zuckerindustrie sei dies verdankt Diabetes, Herz, Kreislauf und Nieren man kann das Leben früh verlieren
Gemeint sind viele Blutzuckerfallen die Warnungen doch meist verhallen denn harmlos ist ja keine Sucht sie trifft dich irgendwann mit Wucht
viel Weißmehl dazu ist auch nicht gut wirkt zuckerähnlich sodann im Blut die Ballaststoffe sind die bessere Wahl und weniger Kohlenhydrate in unserem Mahl
doch gibt es auch die Lustverderber fanatische Asketen sind die Bewerber die kleinen Freuden schon verfluchen dann zielgerecht die Opfer suchen und ständig Andere belehren die eigene Abstinenz dabei verehren sie prahlen mit ihrem Gesundheitswissen und machen Jedem ein schlechtes Gewissen
denn unbedingt sei zu betonen der Mensch darf sich manchmal belohnen und hin und wieder ein Stück Kuchen ist keineswegs gleich zu verfluchen
wie immer entscheidet Maß und Menge man treibt die Gier so in die Enge.

08.02.2026
Namen und Gesicht zeigen Ein Mensch der stöbert oft im Netz und trifft dabei auf sehr viel Hetz er wagt es dann zum ersten Mal und spürt, ihm bleibe keine Wahl zu dulden den verbreiteten Schmutz denn die Betroffenen brauchen Schutz er nimmt so seinen Mut zusammen im Netz die Lügen zu verdammen
was nun passiert, wird oft berichtet und Nichts davon ist nur erdichtet von Vielen wird er stark beleidigt sein Appell von wenigen verteidigt die Drohungen reichen bis zum Mord und er sei nicht sicher an keinem Ort
die Wut, der Hass entlädt sich täglich der rechtsfreie Raum ist unerträglich anonym versteckt sich gern die Memme der tägliche Schmutz gleicht einer Schwemme
Ein Mensch mit guter Absicht schrieb zurück die Ernüchterung noch länger blieb doch einmal konnte es ihm gelingen die innere Abwehr zu bezwingen nicht schweigsam die Lügen zu ertragen über die neue Welt sich nur beklagen
und später reifte in ihm noch mehr Kritik so schrieb er direkt an die Politik sie sollten endlich dafür plädieren die Hassbotschaft aus dem Netz zu isolieren:
den eigenen Namen muss jeder nennen und sich zu seinem Text bekennen dies kann den Autor dazu zwingen von Kränkung und Hass dann abzubringen
dieser erste Schritt sei jetzt geboten danach verteile man die Noten an jene, die mit Respekt noch schreiben in würdevollem Umgang bleiben die Anderen, die sich nicht daranhalten mit Hetze die Gesellschaft spalten werden rechtlich konsequent verpflichtet für den Schaden, den sie angerichtet.
Ein Mensch ist immer wieder froh denn zuhause ist der Ton nicht roh keiner kann sich hier verstecken sein wahres Gesicht dabei verdecken den freundlichen Umgang zu erleben sei andernorts auch zu erstreben.

03.02.2026
Heute am Frühstückstisch freuten wir uns über die plötzlich hereinstrahlende Sonne, die uns hier in den letzten Wochen mit dem ständigen Dunst und Nebel nicht mehr großzügig bedachte. Diese kalten Tage mit der noch entsprechenden Stimmung zerren irgendwann dann schon etwas an dem eigenen Frohsinn und wir konnten dies durch tägliche kleine Wanderungen trotzdem ganz gut kompensieren. Doch jetzt sagte meine Lebenspartnerin Gisela zu mir, dass es uns mit dem etwas wärmeren und intensiveren Licht wieder besser gehen wird und wir schon die Vorboten des bevorstehenden Frühjahrs erahnen können. Ich habe mich in diesem Moment, für mich selbst überraschend, an die Botschaft von Paulus an die Gemeinde der Epheser erinnert (Eph 5, 8b-9) „. Lebt als Kinder des Lichtes; die Frucht des Lichtes ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit…‘“ Dieses Motiv hat auch meine Mutter als Mosaizistin und Kunstmalerin schon vor Jahrzehnten einmal in einem Kunstwerk aufgegriffen, denn diese positive Vorstellung war schon immer zeitlos. Gemeint war dies von dem zum christlichen Glauben bekehrten Paulus natürlich so, dass die Menschen „lichtgemäß“ leben sollten, da sie das Licht und die Botschaft von Jesus Christus erhalten hatten. Es geht also um Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Im Dunkel zu verharren ist ohne Weiteres sogar für einen etwas längeren Zeitraum möglich, wenn man die Gewissheit hat, dass es eines Tages wieder Licht werde. Im übertragenen Sinn wünschen wir uns dies immer wieder im eigenen Umfeld, aber insbesondere den Menschen, die jetzt wieder einmal seit Jahren im Dunkel der Kriege, der Kälte, der Hungersnot gefangen sind. Und an der Stelle würde sich dann auch eine gelebte christliche Überzeugung, wie sie z. B. Paulus predigte, bewahrheiten. Wir dürfen all diese Menschen nicht im Stich lassen und sie sind auf unsere Hilfe angewiesen. Wir würden dies umgekehrt auch erhoffen, wenn wir in eine derart prekäre Lage versetzt würden.
in neuer Helligkeit
Die düsteren Tage neigen sich dem Ende zu Der große Nebel verzieht sich jetzt im Nu die erste warme Sonne strahlt mir ins Gesicht und mein Gemüt erfreut sich an dem Licht im Dunkeln können wir auch lang verharren doch ohne Freudenschein ist alles am erstarren die frohen Sinne werden wir erwecken wenn wir den ersten Lichterschein erneut entdecken denn unser Leben ergibt wohl einen Sinn wenn wir das Dunkle begreifen als frühen Neubeginn das Licht, die Freude kann uns neu beseelen den Nächsten wird die Strahlkraft nicht verfehlen

29.01.2026
Als ich heute morgen aufstand und das Fenster öffnete, da wurde ich von einem weißen endlosen Schneeteppich überrascht. Dies konnte meine manchmal nicht so gute Morgenstimmung erheitern. Dann ist mir ein meist kindlicher Wunsch, sich sogleich in den Schnee hineinzubegeben, in den Sinn gekommen. Wir sogennannten "Erwachsenen" sollten vielleicht öfters spielen und diesen im Laufe des Lebens manchmal längst zugedeckten Impulsen nachgehen. Denn was wir als Kinder sehr gerne taten, kann uns ja wohl als "Erwachsene" nicht schaden. ein Schneemann Ein Mensch erwachte früh am Morgen er träumte nachts von vielen Sorgen doch als er dann aus dem Fenster sah da war die weiße Pracht ganz nah der Schnee bedeckte das ganze Land ein kurzes Glück der Mensch empfand So während er sich im Bett noch drehte die Welt da draußen im Schnee verwehte es kam ihm plötzlich in die Sinne der Wunsch entstand aus innerer Stimme schnell einen Schneemann jetzt zu bauen es könnte morgen schon wieder tauen man sagt, dies sei nur Kinderspaß´ der Mensch sein Alter schnell vergaß er eilte auf den weißen Grund und wälzte den Schnee ganz groß und rund den Kopf modellierte er dann oben hin zerstreute Zweifel an dem ganzen Sinn jetzt noch die Nase, Mund und Augen lässt ihn an ein neues Wesen glauben es bringt den Schneemann zum Erwachen und das Gesicht bringt er zum Lachen Karotte, Nüsse, Knöpfe und mehr vertrauter Blick, das war nicht schwer und obendrauf noch einen alten Hut ein warmer Schal tut auch noch gut
Die Tage vergingen, der Schneemann hielt des Menschen Blick blieb stets verspielt er freute sich über den netten Freund und nachts hat Mensch sogar von ihm geträumt
im trüben Alltag des Schneemanns Blick bedeutete ein überraschend kurzes Glück wenn er am Morgen das Haus verlassen auf dem Weg zu manch menschlichen Grimassen da war ihm bereits der Schneemann lieber und er traf ihn nach Rückkehr so gern immer wieder
Doch eines Tages stieg dann die Temperatur und drängte den Schneemann zur Fastenkur er nahm ständig ab und wurde schmaler und sein Gesichtsausdruck wurde etwas fahler doch sein Lächeln hat er lange noch behalten um beim Menschen noch kurze Freude zu entfalten
irgendwann ward nur noch ein Schneeberg gesichtet und dieser Vers ist damit zu Ende gedichtet
Dem Menschen kam es dann kurz in den Sinn so schmilzt auch schnell das ganze Leben dahin doch hast du kurz einen echten Freund an deiner Seite so ist das wie ein freudiger Blick in schneebedeckte Weite


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